Freiheit, Hippies, Ibiza / Freedom, Hippies, Ibiza

Ibiza sonnenuntergang, Sunset IbizaVor genau zehn Jahren kaufte ich mir ein Flugticket nach Ibiza. Einen Rückflug 6 Wochen später buchte ich mir zur Sicherheit schon vorab, denn ich wusste ja nicht was auf mich zukommen würde und ob ich am Ende noch Geld in den Taschen für ein Ticket haben würde. Doch es kam alles anders.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ging mein Flug. Alles was ich bei mir hatte war eine kleine rote Reisetasche und 150€. Mehr besaß ich nicht. Im Jahre 2000 besuchte ich das erste Mal diese tolle Insel und war sofort verliebt in sie. Und ich wusste, dass ich irgendwann wiederkommen würde. Eine Freundin von mir flog mit, sie blieb 3 Wochen.

Kurz nach Mitternacht landeten wir, ein Hotel oder irgendeine Unterkunft hatten wir nicht. Egal, Hauptsache Ibiza. 2 Typen boten uns an bei sich auf dem Boot für die erste Nacht unterkommen zu können. Ich dachte mir, die wollen sicher mehr. Also sagte ich vorab schon mal: „Wir kommen gern mit, aber mehr ist da auch nicht drin. OK?!“ „Alles klar“ anwortete der Typ von Freenet. Gesagt, getan. Wir brachten unsere Sachen aufs Boot, zogen uns um Mambo's Ibiza Sunsetund liefen nach Ibiza Stadt rein. Schnell noch was essen, trinken und einfach nur sich berieseln lassen vom Trubel und der Schönheit dieser Insel. Auf dem Rückweg zum Boot trafen wir zwei andere Typen, die fürs Pacha arbeiteten. „Wir gehen ins Pacha, kommt ihr mit?“ Klar, warum nicht, dachte ich mir. Der Eintritt war selbstverständlich kostenlos für uns. Bis in die frühen Morgenstunden tanzten wir zu Martin Solveigbis es zurück zum Boot ging. Es war schon längst hell und wohlig warm. Die beiden Typen vom Boot waren auch schon wach und bereiteten sich auf einen Tag auf Formentera vor. Und das konnten wir uns natürlich entgehen lassen. Die Fahrt auf dem blauen Meer dauerte ca 1 Stunde, dort angekommen war es wie im Märchen. Das Wasser glasklar, so dass ich den Meeresboden sehen konnte. Um uns herum lauter Yachten und Boote die vor der Küste den Tag verbrachten. Der Strand mit weißem, warmen Sand gefüllt. Und dann kam es, der Typ wollte eingecremt werden auf seinem Rücken. Na gut, dafür, dass wir den Tag mit nach Formentera durften machte ich es. Nur blöd, dass er nicht wirklich gutaussehend war. Sein Waschbrettbauch gleichte eher einem Waschbärbauch, die Beschaffenheit seiner Haut eher einer Kraterlandschaft. Egal, für den ersten Tag auf Ibiza hatte es sich gelohnt.

tidyIn den nächsten Wochen suchten wir uns Jobs, verteilten zuerst Flyer am Strand, tanzten in Clubs für Hed Kandi oder Tidy, schliefen bei irgendwelchen Leuten bis wir eine schöne Unterkunft in einer Villa in San Antonio fanden. Dort wohnten wir mit 2 Franzosen den ganzen Sommer über. Meine Freundin flog nach 3 Wochen Ibiza zurück, ich nach 6 Wochen. Jedoch buchte ich mir ein Ticket für den nächsten Tag nach Ibiza zurück. Ich liebte diese Insel schon zu sehr. Dieses einfache Leben mit Menschen aus aller Welt. Es ging einfach nur darum Spaß zu haben, das Leben zu genießen und glücklich zu sein. Ohne Vorurteile, ohne Hass, ohne Neid.

Irgendwann hatte ich einen coolen und guten Job. Ich arbeitete für Cream am Donnerstag Abend im Amnesia und für Tiesto am Montag Abend im Privilege. Gästeliste, Ticketverwaltung, PR organisieren. „Ihren Namen bitte?“ Und da stand er, David Guetta mit Frau, sie wollten sich Tiesto Mambo's Ibiza Sunsetansehen und ich erkannte ihn nicht mal. Aber das war nicht schlimm, denn auf Ibiza ist keiner lange böse auf einen. „We‘re here for a good time“ war die Devise. Ob mit Kate Moss im Space zu tanzen, mit Skin von Skunk Anansie im Cocoloco Room vom Privilege auf der Bar abzuhotten oder mit Keith Palmer von Prodigy im Es Paradis einen kleinen smalltalk zu halten. Ja das alles ist auf Ibiza möglich, und dafür liebe ich es. Freiheit, Spaß und ein Fünkchen Hippiefeeling mit Magie gepaart.

Villa Party, Beach PartyGenau die richtige Mischung für ein glückliches Leben am Meer. Es gab Tage da war ich jeden Tag auf einer Party, konte mir ja nix entgehen lassen.

Die Menschen hier waren offen und freundlich, nahmen einen herzlich auf und baten ihre Hilfe an. Ganz anders als im normalen Leben.

Ich kam nicht mehr nach Deutschland zurück. 4Jahre lang nicht. Bis ich irgendwann merkte, dass ich mehr vom Leben wollte. Also ging ich zurück nach Deutschland, fing mein Studium an und erkrankte kurz danach an Brustkrebs.


 

Ibiza sonnenuntergang, Sunset IbizaExactly ten years ago I bought myself a ticket to Ibiza. To be safe I got a return 6 weeks later because you never know what could happen to me. Just in case I had no money left at the end and to make sure I was able to fly back home. But somehow it all turned out in a different way.

My flight was at night from Wednesday to Thursday. And all that I had with me was a little bag full of clothes and 150€. I‘ve been to Ibiza before in the year of 2000, fell in love with the island and I always knew that I would return one day. A friend of mine came with and stayed for 3 weeks. We landed just after midnight, but we didn‘t have a hotel or somewhere to stay. Never mind, at least we are in Ibiza. 2 guys offered us to stay with them on their boat for the first night. I thought that there was more to that so I added „We‘ll be happy to stay with you but nothing more! OK?“ „No problem,“ said the guy of Freenet. Said and done. We took our stuff to the boat, got changed and walked into Ibiza town. We got some food, something to drink and went back to the boat. On our way we met some guys who asked us if we wanted to join them to go to Pacha. „Why not“ I thought. Because these 2 guys worked for Pacha it was absolutely free for us to get in. We didn‘t stop dancing at the Martin Solveig Party until sunrise. It was already nice and warm outside. Arriving back at the boat the 2 guys were already up and about, getting ready for the day at Formentera. That was too good to be true and of course we couldn‘t miss that! It took us about 1 hour Mambo's Ibiza Sunsetdrive to the little island and it felt like I was in paradise when we got there. The water was so clearblue that I could see the bottom of the ocean. Surrounded by many other beautiful yachts and little boats with people spending the day at Formentera. The beach filled with white warm sand. All of the sudden it happened that the guy asked me to put some suncream on his back. I did it as a favour because they took us to Formentera. It was just not nice to do so as he had more the type of a racoon belly than a six pack. Oh well, despite that we did quite alright for our first day in Ibiza I guess.

tidyDuring the next few weeks we were looking for jobs, worked at the beaches handing out flyers, danced in clubs for Hed Kandi or Tidy, slept at some random peoples houses until we found a lovely villa in San Antonio where we lived with 2 French guys.

My friend flew back home after 3 weeks, I went back home after 6weeks. But I got a flight back the next day because I loved this magical island so much. It was an easy life with people from all over the world. It was all about having fun, enjoying life and being happy.

No prejudices, no hate, no envy. After a while I got a good job. I worked for Cream in Amnesia on a Mambo's Ibiza SunsetThursday night and for Tiesto at Privilege on a Monday night. Guestlist, ticketing, PR. „Your name please?“ And that was Mr David Guetta himself but I didn‘t recognise him. But that wasn‘t that bad because is mad at someone for a long time over there.. „We‘re here for a good time!“ we used to say. Dancing with Kate Moss in Space, totally giving it at the Cocoloco room in Privilege with Skin from Skunk Anansie or having a chat with Keith Palmer from Prodigy in Es Paradis. It was all possible in Ibiza and that‘s why I loved it so much there. Freedom, happiness and a hippie feeling paired with a bit of magic.

Villa Party, Beach PartyIt was the right mixture for a happy life next to the beach. At some point I just had to go to every party that was happening on the island. It was just too goo and I couldn‘t miss that. The peop,e here were open-minded and friendly, welcomed everyone and helped each other. Totally different to the normal life.

I didn‘t return for 4 years until I realized that this wasn‘t fullfilling me. So I moved back, started studying and got breast cancer.

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