Gute Laune und Hunger

Meine Ma. Da stand sie vor mir als sie mich aus dem OP schoben. Tränen kullerten ihr über die Wangen. „Du warst so blass, weißer als die Wand“ sagte sie mir. Gleich danach hatte ich Hunger und Durst. Schaufelte mir ein Hühnerfrikassee rein und sprang sofort auf. Diese Drainagen nervten, aber egal, rein mit denen in eine hübsche Douglastüte, Mama unterm Arm und raus, raus in die Sonne. Bombenwetter und in Richtung Friedenspark der hier gleich um die Ecke ist. Wow da gibt’s sogar einen Apothekergarten. Perfekt, gleich mal Schafgarbe mitnehmen und aufm Fensterbrett trocknen. Ist ja gut bei der Wundheilung. Und ich mein, die Narbe soll ja auch gut heilen, muss ja schließlich ein schöner Mops wieder draus werden.
Im Park gibt’s sogar Sportgeräte, die meine Ma unbedingt ausprobieren will. Für ihr Alter ist die noch fit drauf. Bisschen hier, bisschen da rumhampeln und schon geht’s wieder zurück ins Krankenhaus. Die Schwestern haben sich schon gewundert wo ich so lange war. „Na im schönen Park nebenan“ strahle ich übers Gesicht. „Ne da dürfen Sie gar nicht hin, das ist außerhalt des Unigeländes, wir hatten schon Patienten die kamen mit vollen Einkauftüten wieder, weil die Klinik hier in der Stadt liegt.“ „Ach echt, na egal, schän war’s trotzdem!“ Meine Ma und ich sind am Lachen und schlafen zusammen auf meinem Bett bei Shopping Queen ein.

 

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